Das neue Arabellahaus der Bayerischen Hausbau Real Estate

Wie aus einer Ikone ein Projekt für die Zukunft wird – und was hinter den Kulissen passiert

Manche Gebäude sind mehr als nur Architektur. Sie prägen das Stadtbild, erzählen Geschichten und werden Teil der Identität einer Stadt. Das Arabellahaus der Bayerischen Hausbau Real Estate ist ein solches Gebäude.

Als es 1969 eröffnet wurde, war es für München eine kleine Revolution: ein Hochhaus mit Hotel, Büros, Wohnungen, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie – eine „Stadt in der Stadt“. Bis heute gehört die markante Silhouette zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt. Mit dem Gebäude verbinden Generationen von Münchnerinnen und Münchnern ganz persönliche Erinnerungen. Sogar Musikgeschichte wurde hier geschrieben: In den legendären Musicland Studios im Keller produzierten Weltstars wie Freddie Mercury oder Led Zeppelin ihre Alben.

Doch auch eine Ikone kommt irgendwann an ihre Grenzen. Nach Jahrzehnten intensiver Nutzung war klar: Ein Weiterbetrieb in der bestehenden Form ist langfristig nicht mehr möglich. Umso bedeutender ist die Entscheidung: Das Arabellahaus bleibt. Statt eines Abrisses wird es umfassend revitalisiert und neu gedacht. Seine charakteristische Architektur wird erhalten, gleichzeitig entstehen neue öffentliche Nutzungen und eine stärkere Vernetzung mit dem Quartier. Ein wichtiger Schritt für das München von morgen.

Die Nachricht wurde in der Öffentlichkeitsehr positiv aufgenommen. Auch die Mitglieder der Stadtgestaltungskommission begrüßten in ihrer Sitzung am 07. Juli die gefundene Lösung zum Erhalt des Hauses und die Vision für das neue Arabella. Was nach außen jedoch meist verborgen bleibt, sind die zahlreichen Abstimmungen, Gespräche und Vorbereitungen, die einer öffentlichen Vorstellung eines Projekts dieser Größenordnung vorausgehen.

Der lange Weg hinter der Entscheidung

Unsere Arbeit gemeinsam mit dem Projektteam der Bayerischen Hausbau Real Estate begann lange vor dem ersten öffentlichen Aufschlag. In zahlreichen Gesprächen wurden die Grundlagen geschaffen, die das Projekt heute tragen. Dazu gehörten unter anderem:

  • frühe Abstimmungen mit der Stadtverwaltung und weiteren Behörden, um die grundsätzliche Umsetzbarkeit und mögliche Ausgestaltung der Revitalisierung zu klären
  • die Einbindung der Stadtspitze, insbesondere vor dem Hintergrund eines Wechsels im Amt des Oberbürgermeisters
  • Gespräche mit den Stadtratsfraktionen, um politische Rückendeckung und Verständnis für das Projekt zu schaffen
  • der Austausch mit dem zuständigen Bezirksausschuss, um die Perspektive des Stadtteils frühzeitig einzubeziehen

Parallel dazu spielte die Vorbereitung der erstmaligen öffentlichen Kommunikation eine zentrale Rolle. Ziel war es, proaktiv zu informieren, Fragen vorwegzunehmen und Vertrauen aufzubauen. Dazu gehörte die enge inhaltliche Zuarbeit zur Projekt-Website ebenso wie die Vorbereitung und Begleitung des öffentlichen Projektauftakts, insbesondere der Pressearbeit. Gleichzeitig war uns wichtig, die direkte Nachbarschaft frühzeitig einzubeziehen: Eigentümerinnen und Eigentümer wurden gezielt angeschrieben, Anwohnerinnen, Anwohner und Gewerbebetriebe über eine Hauswurfsendung niedrigschwellig informiert. Gerade bei einem Projekt mit dieser Strahlkraft zeigt sich, wie entscheidend es ist, unterschiedliche Zielgruppen passgenau anzusprechen – von der unmittelbaren Nachbarschaft bis hin zur gesamten Stadtöffentlichkeit.

Ein besonderer Fokus: die Mieterinnen und Mieter

Ein zentrales Thema – und zugleich eine besondere Herausforderung – sind die Menschen, die heute im Arabellahaus leben. Ein Teil der Mieterinnen und Mieter wohnt bereits seit der Bezugsfertigkeit des Hauses hier. Für viele ist das Arabella nicht einfach eine Adresse, sondern oft seit Jahrzehnten ihr Zuhause. Gerade deshalb erfordert der Umgang mit dieser Situation ein Höchstmaß an Sensibilität, Respekt und Verlässlichkeit. Im Mittelpunkt standen daher für uns:

  • frühe, transparente Information, die verständlich und ehrlich ist
  • persönliche Ansprache, die Raum für Fragen, Sorgen und individuelle Situationen lässt
  • eine Kommunikation, die klar informiert und die Menschen auch emotional begleitet

Denn große städtebauliche Projekte sind immer auch persönliche Einschnitte. Unser Anspruch ist es, diesen Prozess so verträglich wie möglich zu gestalten.

Unser Fazit: Mehr als ein Bauprojekt

Die Revitalisierung des Arabellahauses ist mehr als ein bauliches Vorhaben. Es ist ein Projekt, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet. Damit dies gelingt, braucht es gute Planung und vor allem eines: Dialog, Vertrauen sowie eine Kommunikation, die alle Beteiligten einbindet.

Genau hier setzen wir an – oft im Hintergrund, aber immer mit dem Ziel, komplexe Prozesse verständlich zu machen und tragfähige Lösungen zu ermöglichen.

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